Internationaler Eishockeyverband

Asterix auf Eishockey Art

Asterix auf Eishockey Art

Salmings große Überfahrt

Publiziert 25.04.2017 17:09 GMT+4 | Autor Lucas Aykroyd
Asterix auf Eishockey Art
Als Börje Salming 1973 nach Nordamerika kam, konnte niemand ahnen, was vor dem schwedischen Star lag. Fotos: Editions Albert René, Hockey Hall of Fame
Nur ein Asterix-Band handelt von einer Reise nach Nordamerika, und nur ein schwedischer Star sticht als ultimativer Pionier für europäische NHL-Spieler hervor.

Auf dem Weg zur 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft publizieren wir jeden Tag einen Artikel, in dem wir augenzwinkernd Vergleiche zwischen den Asterix-Comics und berühmten Aspekten der Geschichte des internationalen Eishockeys anstellen.

Schweden trifft bei diesem Turnier auf die USA. Und man denkt an den Plot des Asterix-Bandes „Die große Überfahrt“. In diesem Klassiker von 1975 stechen Asterix und Obelix in See, um zu fischen, und ein Sturm bläst sie in die Neue Welt. Sie geraten in amüsante Konflikte und Allianzen mit Ureinwohnern. Ihre Wege kreuzen sich außerdem mit frühen Wikingern, die Nordamerika entdeckten.

Börje Salming betrat ebenfalls Neuland, als er sich 1973/74 den Toronto Maple Leafs anschloss. Der Verteidiger war nicht der erste schwedische NHL-Spieler. Diese Ehre wurde Stürmer Ulf Sterner zuteil, der 1963/64 vier Spiele für die New York Rangers absolvierte. Und Verteidiger Thommie Bergman hatte eine solide Saison mit Detroit im Jahr vor Salmings Ankunft gespielt. Aber Börje brachte grenzenlosen Glanz!

Wie Obelix, der grübelt: “Wer hätte gedacht, dass ich einmal die Uniform eines römischen Legionärs tragen würde?”, muss Salming sich manchmal gefragt haben, warum er sich auf das raue Abenteuer in Nordamerika eingelassen hatte. In den ersten zwei Monaten kämpfte der 22-jährige Rookie mit berüchtigten Raubeinen wie Dave „The Hammer“ Schultz von den Philadelphia Flyers. Oder Garry Howatt von den New York Islanders. Es erinnert daran, wie Asterix und Obelix in einen einheimischen Stamm aufgenommen werden, nachdem sie Fights mit den härtesten Kriegern ausgetragen haben. Allerdings sollte sich Salming den größten Respekt durch die Art verdienen, in der er skatete und den Schläger einsetzte.

Wendel Clark, ehemaliger Kapitän der Leafs, schreibt in seiner Autobiografie „Bleeding Blue: Giving My all for he Game“ auf dem Jahr 2016: „Salming war so tough wie man nur sein kann, und er war der talentierteste Typ, mit dem ich je gespielt habe. Börje kam 1972 in die Liga, er hatte schon 13 Saisons gespielt, als ich nach Toronto kam. Aber wenn wir Runden liefen, haute er mir ab. Die anderen jungen Spieler erlebten dasselbe Ding. Keiner von uns kam an ihn heran. Wir fragten uns, wie Börje wohl ein Jahrzehnt vorher drauf gewesen war.“

Der zweimalige Medaillen-Gewinner bei IIHF Weltmeisterschaften (Bronze 1972, Silber 1973) verbrachte 17 Spielzeiten in der NHL. Er sammelte 787 Punkte in 1.148 Spielen. 1993 zog er sich als der punktbeste Verteidiger der Leafs aller Zeiten zurück. Bis dahin hatte er durch seinen Erfolg für viele talentierte Schweden, Finnen, Russen und andere Europäer den Weg in die NHL geebnet.

Salming kehrte als ein Held und Eroberer nach Hause zurück. Auch wenn anders als Obelix kein Netz voller Fische mitbrachte. 2008 wurde er in das „Centennial All Star Team“ der IIHF berufen. Neben Russlands Legende Vyacheslav Fetisov.

Eine Serie in 17 Teilen zur 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft, deren offizielle Maskottchen Asterix und Obelix sind. Klicken Sie auf News, um zu den Geschichten zu gelangen.

 

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